Kinder- und Jugendförderung 2026–2028: Kreistag folgt Änderungsantrag von Die Linke

Am 6. Oktober 2025 hat der Kreistag Mecklenburgische Seenplatte über die Vereinbarung zur Kinder- und Jugendförderung für die Jahre 2026 bis 2028 beraten. Die ursprüngliche Vorlage der Verwaltung sah vor, die kreislichen Ergänzungsmittel lediglich auf das Mindestniveau der Landesförderung festzulegen – für 2026 wären das 7,10 Euro pro Kopf der 6- bis 21-Jährigen gewesen.  

Für DIE LINKE war klar: Eine Absenkung auf das Mindestniveau hätte massive Folgen für die Jugendarbeit im Landkreis.  

In den Jahren 2023 und 2025 stellte der Kreistag bewusst 8,00 Euro pro Kopf bereit, 2024 sogar 9,00 Euro. Diese Mittel wurden fast vollständig verbraucht. Mit dem Mindestmodell (Land 7,10 € + Kreis 7,10 €) ergäbe sich zwar ein Gesamtvolumen von rund 496.000 Euro, doch für Einzelprojekte und Ferienfreizeiten blieben nur etwa 37.400 Euro übrig. Der reale Bedarf lag in den vergangenen Jahren bei rund 100.000 Euro jährlich. Selbst die Verwaltung räumt ein: Mit dem Mindestniveau könnten zwar die bestehenden 18 Jahresprojekte weitergeführt werden, Neuanträge wären jedoch nicht mehr möglich.  

Das hätte bedeutet: weniger Ferienfreizeiten, weniger mobile Jugendarbeit in den Dörfern, weniger Unterstützung für Ehrenamtliche – und damit weniger Chancen für Kinder und Jugendliche.  

Jugendarbeit ist keine freiwillige Nettigkeit, die man je nach Haushaltslage kürzt. Sie ist Prävention, Demokratiearbeit, Schutzraum und Chancenmotor. Gerade in Zeiten von Fachkräftemangel, sozialer Spaltung und wachsender Unsicherheit darf hier nicht gespart werden.  

Deshalb hat unser Fraktionsvorsitzender Arnold Krüger im Kreistag einen Änderungsantrag eingebracht: Die Förderung wird auf 9,00 Euro pro Kopf festgelegt. Dieser Antrag wurde mit breiter Mehrheit angenommen. Damit ist für die kommenden drei Jahre Planungssicherheit geschaffen – für die freien Träger, für Ehrenamtliche und vor allem für die Kinder und Jugendlichen im Landkreis.  

Auch das Land Mecklenburg-Vorpommern muss seiner Verantwortung gerecht werden. Die Landesmittel von 7,10 Euro pro Kopf reichen nicht aus. Wir fordern eine deutliche Anhebung und eine verlässliche Dynamisierung, damit die Kommunen nicht allein gelassen werden.  

Mit der Entscheidung für 9,00 Euro pro Kopf hat der Kreistag ein wichtiges Signal gesetzt: Jugendarbeit ist keine Kürzungsmasse. Sie ist eine Investition in Demokratie und Zukunftsfähigkeit unseres Landkreises. DIE LINKE steht an der Seite der Kinder, Jugendlichen und freien Träger.