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Tobias Bernhard Joachim Hecht
In den Schaufenstern all unserer Wahlkreisbüros, Bürger*innenbüros, Geschäftsstellen sind dieser Tage Friedenstauben und Friedensplakate angebracht. Hier: Wahlkreisbüro Peter Ritter Stavenhagen.

Tobias Hecht

Weltfriedenstag 2018

Demonstrationen für den Frieden, gegen Bomben und Krieg. Auch im kleinsten Rahmen ist es sinnvoll, auf die Straße zu gehen. Hier: Neustrelitz, Marktplatz, 31.08.2018.
Friedenszeitungen werden verteilt. Hier: Neustrelitz

Am 1. September 1939 wurde der 2. Weltkrieg begonnen. Anlässlich dieses Ereignisses und der schrecklichen Folgen wird seit Jahrzehnten der Weltfriedenstag begangen - damit nie wieder Krieg sein solle. Doch die Erinnerung an den Krieg, dessen Folgen und Ursachen scheint schon sehr verblasst zu sein ...

Anders ist es kaum zu erklären, dass heute durch Städte unserer Heimat Demonstranten laufen und lachend unmenschliches fordern für Menschen, die anders sind. Anders ist nicht zu erklären, dass heute Menschen in der Öffentlichkeit fordern an unseren Grenzen auf Menschen, auf Kinder zu schießen. Anders zu denken, anders auszusehen, andere Herkunft zu haben, andere Überzeugungen zu tragen reicht heute schon wieder aus, dass öffentlich und ohne Scham nach Mord gerufen wird. Besonders bedenklich ist, dass der Widerspruch aus der breiten Masse der Bevölkerung ausbleibt.

Daher geht DIE LINKE. dieser Tage wieder vermehrt auf die Straße. Wir demonstrieren für Frieden, Gleichberechtigung, Gewaltfreiheit, gute Bildung, mehr Bürgerbeteiligung. Wir sind überzeugt davon, dass sich alle Menschen nach Frieden und Sicherheit sehnen. Wir glauben fest daran, dass alle Menschen ihre Kinder in eine friedliche Zukunft gehen lassen möchten. Und wir sind der Meinung, dass der Wunsch nach Frieden, Leben und Freiheit keinem Menschen abgesprochen werden darf.

Macht man nämlich Unterschiede zwischen Menschen, ist es leicht, ihnen auch unterschiedliche Werte zuzuordnen. Haben Menschen aber plötzlich unterschiedliche Wertigkeiten, findet sich auch immer jemand, der bestimmten Menschen keinen Wert mehr zumisst. Haben Menschen keinen Wert, entrechtet man sie. Haben sie keine Rechte, tötet man sie. Sei es, dass in spanischen Gemüseplantagen ohne Arbeitsschutz Pflanzengifte von den Arbeiter*innen versprüht werden müssen oder sei es, dass Politiker bewusst tausende Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen oder sei es, dass nach einer Bundestagswahl eine Menschenjagd angekündigt wird oder sei es, dass aus faschistischen Demonstrationen heraus tatsächlich Menschen gejagt werden.

Daher muss der Weltfriedenstag auch immer ein Kampftag für Menschenrechte, Mitgefühl und Bildung sein. Daher muss der Weltfriedenstag auch immer ein Kampftag gegen Nationalismus, Faschismus und Gleichgültigkeit sein.

Tobias Hecht