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Fachkräftemangel in den Kitas- „Fünf vor Zwölf“

Ausgehend des Fachtages des AWO- und DRK Landesverbandes „Kinder zweiter Klasse?“ in Linstow folgte heut die kinder- und familienpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Jacqueline Bernhardt, der Einladung zum einem Praxistag in der Kita „Pfiffikus“ des DRK in Lübz, einer Bewegungs- und Sprachkita.

 

„Ich ziehe meinen Hut vor den Erzieherinnen und Erziehern in den Kitas, die täglich ihr Bestes geben, um dem Bildungs- und Erziehungsauftrag nachzukommen und so den Kindern den besten Start ins Leben zu gestalten. Aber die Erzieherinnen und Erzieher sind an ihrer Leistungsgrenze angekommen. Zu große Gruppen, kaum Zeit sich dem einzelnen Kind mit seinen Problemen zu widmen, kaum Zeit sich vorzubereiten – das ist der Alltag, den Erzieherinnen und Erzieher tagtäglich auf sich nehmen. Eine Erzieherin, die 37 Jahre in dem Beruf ist zeigte uns eindringlich, wie schwierig es ist, 30 Kinder auf zwei Erzieherinnen zu betreuen, bilden und zu erziehen.

Die Gruppen müssen dringend kleiner werden. Mecklenburg-Vorpommern ist das Bundesland mit dem schlechtesten Betreuungsschlüssel. In der anstehenden Novelle des Kindertagesförderungsgsetzes, dass im April den Landtag erreicht, darf es eben nicht nur um die kostenfreie Kita gehen, sondern auch um Qualitätsverbesserungen, wie zum Beispiel kleinere Gruppen und mehr Zeit für die Erzieher. Dafür brauchen wir mehr Erzieherinnen und Erzieher. Die Landesregierung ist in der Pflicht endlich ihre Hausaufgaben zu machen und für mehr Ausbildungsplätze zum staatlich anerkannten Erzieher zu sorgen. Es ist fünf vor zwölf zum Handeln.“