Diese Website verwendet Cookies.
Skip to main content

Aktuelle Situation von Migrantinnen und Migranten im Landkreis MSE - Schlussfolgerungen für die weitere kommunalpolitische Arbeit

Arnold Krüger, Vorsitzender Linksfraktion im Kreistag MSE

Auf ihrer jüngsten Sitzung befasste sich die Linksfraktion mit der aktuellen Situation von Migrantinnen und Migranten im Landkreis MSE. Ging es in den zurückliegenden Jahren vorrangig um die Organisation der Aufnahme und Unterbringung von Geflüchteten, besteht die aktuelle Herausforderung zunehmend in der Integration der Menschen in unsere Gesellschaft. „Deshalb war es für uns naheliegend, die Beratung im Migrationszentrum der AWO in Neubrandenburg durchzuführen, um uns mit Fachleuten dazu auszutauschen und ihnen nicht zuletzt für die bisher geleistete Arbeit zu danken“, so der Fraktionsvorsitzende Arnold Krüger

In der Diskussion zeigte sich, dass nach wie vor noch eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen gilt. Der Erwerb der Sprachkompetenz, als eine Grundvoraussetzung um den Einstieg in den Arbeitsmarkt zu schaffen, ist oft langwieriger und erfordert von allen Beteiligten einen hohen Einsatz. Fachliche Voraussetzungen für einen Berufseinstieg müssen den Geflüchteten noch besser vermittelt, Unternehmen noch zielgerichteter darauf vorbereitet werden.
Wie wichtig funktionierende kommunale Integrationsnetzwerke sind und wie erfolgreich sie arbeiten können, vermittelten die Ausführungen des stellv. Neubrandenburger Oberbürgermeisters Peter Modemann und des Integrationsbeauftragten der Stadt Remo Bock sehr eindrucksvoll. Es zeigt sich deutlich, dass solche Netzwerke, die auch in anderen Kommunen des Landkreises tätig sind die aktive Unterstützung und Mitarbeit der Verwaltung brauchen.

Auf kreislicher Ebene sieht DIE LINKE mit dem momentan mit der Erarbeitung eines Integrationskonzeptes für den Landkreis befassten Beirat eine geeignete Struktur, um die unterschiedlichen Akteure an einen Tisch zu bringen. Die Fraktion unterstützt die Idee des zuständigen Dezernenten Michael Löffler, für das Aufgabenfeld Asyl/Migration/Integration eine koordinierende Struktur innerhalb der Verwaltung zu etablieren, um die bisher in verschiedenen Ämtern der Kreisverwaltung angesiedelten Aufgabestellung zusammenzuführen. „Dies würde aus unserer Sicht insbesondere innerhalb der Verwaltung Kommunikationswege verkürzen, Bürokratie abbauen. Der Zugang für die Anliegen von Migrantinnen und Migranten und die der haupt- und ehrenamtlich tätigen Beratungs- und Unterstützungsstrukturen könnte damit erleichtert werden“, so Arnold Krüger abschließend.