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Zur ungewissen Zukunft der Theater- und Orchesterstruktur im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte

Ein Beitrag von Irina Parlow,

Stellv. Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte


Wenn am 21.3.2013 die Vertreter des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V und der Metrum AG mit den Vertreterinnen und Vertretern der TOG und des Theaters Vorpommern zusammen kommen, werden wohl lediglich die Vorpommern über den Abschluss des "letter of intent" befinden können. Denn im Kreistag Vorpommern-Rügen und der Bürgerschaft Greifswald sind abgestimmte Beschlüsse zu der beabsichtigten Vereinbarung gefasst worden, in der Stralsunder Bürgerschaft steht des Papier am 14.3.2013 auf der Tagesordnung.

Dem von uns LINKEN zur letzten Kreistagssitzung am 04.03.2013 eingebrachten Dringlichkeitsantrag "Vereinbarung zu den Voraussetzungen und Grundlagen der zukünftigen Organisation der Theater und Orchester in Mecklenburg-Vorpommern" folgte eine Mehrheit von Kreistagsabgeordneten nicht. Es gab also keine Beratung dazu. Die Dringlichkeit wurde nicht gesehen. Fragwürdig in diesem Zusammenhang war der Auftritt des Vorsitzenden des Kulturausschusses des Kreistages MSE Herrn Dr. Körner auf der Kreistagssitzung, der zwar nicht wußte, worüber gesprochen werden sollte, aber dagegen war.

Im Punkt "Anfragen" während der Kreistagssitzung hatte unser Kreistagsmitglied Torsten Koplin den Landrat zur o.g. Thematik befragt. Dieser antwortete, dass er eine Vereinbarung mit dem Land hinsichtlich der Theaterentwicklung nur mit einem Beschluss unterschreiben würde. Da darf man gespannt sein, wie und wann das erfolgen soll. Auch auf die Reaktion des Minsteriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V darf man gespannt sein, da die Einladung zu dem Termin ausdrücklich auf den Abschluss des "letter of intent" hinweist.

Während alle! Theaterträger im Land in den letzten Wochen mit Ihren Gremien über die konkrete Abfassung des Vereinbarungsentwurfes diskutiert und dazu Beschlüsse gefasst haben, sind an unserem Standort lediglich Verwaltungsmitarbeiter mit Anregungen und Hinweisen an das Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur M-V unterwegs, ohne die Abgeordneten des Kreistages und der Stadtvertretung Neubrandenburg einzubeziehen. Damit sind 3 Monate vergangen, die besser genutzt hätten werden müssen.

Lediglich in Neustrelitz sind für die nächste Woche Beratungen und Beschlüsse im Kulturausschuss und der Stadtvertretung vorgesehen. Aber wenn ein Gesellschafter die Hausaufgaben ordentlich macht, ist es noch lange nicht das abgestimmte gemeinsame Handeln aller Gesellschafter - das wäre allerdings zur Beratung mit dem Ministerium bitter nötig!

Aber auch die Landesregierung muss sich fragen lassen, ob und wie sie das jetzige Verfahren organisiert hat. Und ob die so genannten "letter of intent" unbedingt nötig sind, die Untersuchungsaufträge für die Metrum GmbH auszulösen. Hat nicht der Koalitionsausschuss noch im November 2012 beschlossen, die Varianten 4 und 7 näher untersuchen zu lassen? Da hätte doch der Auftrag ausgelöst werden können! Wozu will das Land die Theater und ihre Träger mit Vereinbarungen zwingen???


Irina Parlow, Stellv. Vorsitzende DIE LINKE. im Kreistag Mecklenburgische Seenplatte